Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes – Mangrovenwelt im Norden Perus
Das Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes schützt eine einzigartige Mangrovenlandschaft mit Gezeitenkanälen, Inseln und außergewöhnlicher Artenvielfalt.
Reisebedingungen heute in den Manglares de Tumbes
Wetter für Tumbes, Regenwahrscheinlichkeit, Wind, Luftfeuchtigkeit und Perusinos Tipp für den Besuch der Mangroven. Für Bootsfahrten spielen zusätzlich Tide und lokale Bedingungen eine wichtige Rolle.
Wetter heute
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Plane den Besuch passend zu Regen, Sonne und Wind. Für eine Bootsfahrt zusätzlich Tide und aktuelle Hinweise vor Ort prüfen.
Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes im Überblick
Das Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes schützt 2.972 Hektar Mangrovenlandschaft in der Provinz Zarumilla im äußersten Nordwesten Perus. Gezeitenkanäle, Inseln, Schlickflächen und Mangrovenwälder bilden ein Ökosystem, das sich mit Ebbe und Flut ständig verändert.
Hier treffen Süßwasser und Pazifik aufeinander. Das Wurzelgeflecht der Mangroven hält Sedimente fest und bietet Fischen, Krebstieren und Mollusken geschützte Lebensräume. Zugleich ist das Gebiet ein wichtiges Nahrungs- und Ruhegebiet für zahlreiche Vogelarten.
Der Besuch unterscheidet sich deutlich von einer archäologischen Sehenswürdigkeit. Im Mittelpunkt stehen Naturbeobachtung, Mangrovenkanäle, Tierwelt und – soweit aktuell angeboten – die Erkundung per Boot.
Besuch auf einen Blick
Lage & Anreise
Das Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes liegt in der Provinz Zarumilla im äußersten Norden der Region Tumbes. Von der Stadt Tumbes führt die Anreise zunächst über die Panamericana Norte in Richtung Zarumilla. Ein wichtiger Zugang zum Schutzgebiet ist Puerto 25.
Bildergalerie




Das Mangrovenökosystem
Mangroven sind an Bedingungen angepasst, die für viele andere Bäume ungeeignet sind: salzhaltiges Wasser, weicher Schlammboden und regelmäßige Überflutung. Ihre Wurzeln stabilisieren die Ufer und schaffen ein dreidimensionales Netz aus Verstecken und Kinderstuben für Wasserorganismen.
Bei Ebbe werden Wurzeln und Schlickflächen sichtbar. Mit der Flut füllen sich die Kanäle wieder. Deshalb verändert sich das Erscheinungsbild des Santuario innerhalb weniger Stunden.
Tierwelt und Vogelbeobachtung
SERNANP nennt mehr als 150 Vogelarten und rund 105 Fischarten. Hinzu kommen zahlreiche Krebstiere, Schnecken und Muscheln. Die verschiedenen Lebensräume zwischen offenem Wasser, Schlick und Mangrovenwald sorgen für eine außergewöhnliche Artenvielfalt.
Ein Fernglas lohnt sich besonders. Vögel können so aus größerer Entfernung beobachtet werden, ohne Ruhe- und Nahrungsplätze unnötig zu stören.
Das Tumbes-Krokodil
Zu den bekanntesten und besonders gefährdeten Tieren der Region gehört das Tumbes-Krokodil. Die Mangroven- und Flusslandschaften des äußersten Nordwestens gehören zu seinem natürlichen Lebensraum.
Eine Begegnung ist nicht garantiert. Tiere dürfen weder angelockt noch bedrängt werden. Sicherheitsanweisungen der Ranger und lokalen Begleiter sind unbedingt einzuhalten.
Bootsfahrt durch die Mangroven
Die Kanäle bilden das Herz des Schutzgebietes. Vom Boot aus lassen sich Mangrovenwurzeln, Inseln, Schlickflächen und Vogelhabitate besonders gut beobachten. Der Wasserstand und damit auch der Eindruck der Landschaft hängen von der Tide ab.
Welche Bootsfahrten aktuell verfügbar sind, sollte vor der Anreise geprüft werden. Der Besuch muss innerhalb der geltenden Schutzbestimmungen stattfinden.
Eintrittspreise
Für einen eintägigen Besuch nennt SERNANP derzeit einen allgemeinen Tarif von S/ 30. Peruanische Erwachsene zahlen S/ 11, peruanische Kinder und Jugendliche von 5 bis 16 Jahren S/ 5.
Für Einwohner der Umgebung mit entsprechendem DNI gelten lokale Tarife von S/ 5 für Erwachsene und S/ 3 für Kinder und Jugendliche. Kinder unter fünf Jahren haben freien Eintritt. Für mehrtägige Aufenthalte gelten andere Tarife.
Öffnungszeiten
Die aktuell veröffentlichten touristischen Besuchszeiten sind Montag bis Freitag von 08:00 bis 13:00 Uhr sowie von 15:00 bis 18:00 Uhr.
Wetter, Tide oder organisatorische Änderungen können einzelne Aktivitäten beeinflussen. Vor einer längeren Anfahrt empfiehlt sich deshalb eine aktuelle Prüfung der Besuchsbedingungen.
Beste Reisezeit und Klima
SERNANP empfiehlt die Monate April bis Dezember. Januar bis März sind in Tumbes regenreicher. Das Klima ist tropisch warm und unterscheidet sich deutlich von der trockenen Küste weiter südlich.
Leichte Kleidung, Sonnenschutz, Trinkwasser und Insektenschutz sind sinnvoll. Auf offenen Wasserflächen ist die Sonneneinstrahlung besonders intensiv.
Naturschutz
Das Santuario ist in erster Linie ein Schutzgebiet. Besucher dürfen Tiere nicht füttern oder bedrängen und sollten ausschließlich freigegebene Bereiche nutzen. Pflanzen, Muscheln und andere natürliche Bestandteile bleiben im Schutzgebiet.
Mangroven dienen als Kinderstube zahlreicher Arten und tragen zum natürlichen Küstenschutz bei. Müll muss vollständig wieder mitgenommen beziehungsweise ordnungsgemäß entsorgt werden.
Was sollte mit?
- Sonnencreme und Kopfbedeckung
- Insektenschutz
- ausreichend Trinkwasser
- leichte Kleidung
- Fernglas
- Spritzwasserschutz für Kamera und Mobiltelefon
Unterkünfte in Tumbes
Wer das Santuario besuchen möchte, findet Unterkünfte in Tumbes, Zarumilla und an der Küste der Region. Für einen frühen Start sollte die Anfahrt zum vereinbarten Treffpunkt berücksichtigt werden.
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Häufige Fragen zum Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes
Wo liegt das Santuario?
In der Provinz Zarumilla in der Region Tumbes nahe der Grenze zu Ecuador.
Wann ist die beste Reisezeit?
Als empfohlene Zeit gelten April bis Dezember.
Wie viel kostet der Eintritt?
Der allgemeine eintägige Tarif beträgt derzeit S/ 30. Für peruanische Staatsangehörige und Einwohner der Umgebung gibt es Ermäßigungen.
Welche Öffnungszeiten gelten?
Aktuell sind Montag bis Freitag 08:00–13:00 Uhr und 15:00–18:00 Uhr veröffentlicht.
Kann man die Mangroven per Boot besuchen?
Bootsfahrten sind eine typische Form der Erkundung. Die aktuelle Verfügbarkeit sollte vor der Anreise geprüft werden.
Quellen
- SERNANP – Santuario Nacional Los Manglares de Tumbes
- Ministerio del Ambiente del Perú – Mangroven und Schutzgebiete
- Wikimedia Commons – Bildquellen und Lizenzangaben der verwendeten Dateien