Zwei Tage arbeitsfrei für vier Regionen! Wegen des Besuchs von Papst Leo XIV. greift die peruanische Regierung zu einer Sonderregelung. Doch die Freude hat einen Haken: Die ausgefallenen Arbeitsstunden müssen nachgeholt werden.
In Nordperu steigt die Spannung! Vom 11. bis 16. November 2026 wird Papst Leo XIV. in Peru erwartet. Zahlreiche Gläubige hoffen auf eine Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt. Besonders in Chiclayo, wo der Papst einst als Bischof wirkte, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Mit dem Dekret Nr. 020-2026-TR vom 23. Oktober 2026 hat die Regierung mehrere arbeitsfreie Tage beschlossen.
Vier Regionen bekommen zwei Tage frei
Besonders Nordperu profitiert von der Entscheidung. In den Regionen Piura, Lambayeque, La Libertad und Cajamarca gelten Freitag, der 13. November, und Samstag, der 14. November 2026, als arbeitsfreie Tage. Damit sollen möglichst viele Menschen Gelegenheit erhalten, an den religiösen Feierlichkeiten teilzunehmen, ohne regulären Urlaub beantragen zu müssen.
Die Entscheidung betrifft den öffentlichen und den privaten Sektor. Allerdings bedeutet die Regelung nicht, dass sämtliche Unternehmen und Einrichtungen an diesen beiden Tagen geschlossen bleiben müssen.
Der Haken: Die freien Stunden müssen nachgeholt werden!
Wer sich bereits auf zwei zusätzliche Feiertage freut, sollte genau hinsehen. Die Regierung hat keine neuen gesetzlichen Feiertage geschaffen, sondern arbeitsfreie Tage mit Zeitausgleich festgelegt. Beschäftigte müssen die ausgefallenen Arbeitsstunden deshalb grundsätzlich zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
Für Staatsbedienstete soll der Ausgleich innerhalb der folgenden zehn Tage oder zu einem von der jeweiligen Behörde bestimmten Termin erfolgen. In privaten Unternehmen müssen Arbeitgeber und Beschäftigte die Anwendung der Regelung und den Ausgleich miteinander abstimmen. Kommt keine Einigung zustande, liegt die Entscheidung beim Arbeitgeber.
Auch Lima und andere Regionen erhalten Sonderregelungen
Nicht nur Nordperu ist von den Maßnahmen betroffen. In Lima und Callao gelten der 11. und 12. November jeweils ab 13 Uhr als arbeitsfrei. Zusätzlich wurde der 16. November ganztägig freigegeben. Damit reagiert die Regierung auf die geplanten Veranstaltungen und den erwarteten Besucherandrang.
Für Cusco und Ucayali ist ebenfalls eine Sonderregelung vorgesehen. Dort gilt der 15. November als arbeitsfreier Tag, allerdings ausschließlich für Beschäftigte des privaten Sektors. Weitere Hintergründe stehen im PeruMagazin-Beitrag Papst Leo XIV. in Peru: Neue Details zu Chiclayo, Cajamarca und Lima.
Trotz Papstbesuch: Nicht überall ruht die Arbeit
Während zahlreiche Beschäftigte die Möglichkeit erhalten, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, müssen wichtige Dienstleistungen weiterhin funktionieren. Krankenhäuser, Rettungsdienste, Sicherheitskräfte und Einrichtungen der Wasser- und Energieversorgung müssen ihre Versorgung aufrechterhalten.
Auch der öffentliche Verkehr, Hotels, Restaurants und andere für die Versorgung wichtige Unternehmen können notwendiges Personal einsetzen. Gerade an den Veranstaltungsorten dürfte die Nachfrage nach Transportmöglichkeiten und Unterkünften steigen.
Chiclayo im Papst-Fieber: Eine besondere Rückkehr
Für Chiclayo ist der Besuch von Leo XIV. weit mehr als ein gewöhnlicher Termin. Der heutige Papst war viele Jahre in Peru tätig und leitete die Diözese Chiclayo als Bischof. Seine Verbindung zur nordperuanischen Region ist bis heute eng.
Zu den Veranstaltungen werden zahlreiche Gläubige aus Lambayeque und den benachbarten Regionen erwartet. Auch aus Piura, La Libertad und Cajamarca dürften sich viele Menschen auf den Weg machen. Die arbeitsfreien Tage sollen ihnen die Teilnahme erleichtern, könnten gleichzeitig aber für einen erheblichen Anstieg des Reiseverkehrs sorgen.
Für den 13. November ist eine große Papstmesse in Pimentel vorgesehen. Einzelheiten nennt der Besucherplan für Chiclayo und Pimentel. Für den folgenden Tag gibt es einen weiteren Besucherplan für Santa Cruz und Chiclayo.
Besucherandrang könnte Nordperu vor Probleme stellen
Hotels und Restaurants können von dem Besucherandrang profitieren. Gleichzeitig müssen sich Reisende auf mögliche Straßensperrungen, Verkehrsbehinderungen und zeitweise eingeschränkte Dienstleistungen einstellen.
Über die Sicherheitsvorbereitungen berichtete PeruMagazin bereits im Artikel Papst-Fieber in Chiclayo: Sicherheits-Countdown. Wer während der Papstreise unterwegs ist, sollte die Anreise frühzeitig planen und aktuelle Hinweise der örtlichen Behörden beachten.
Was Beschäftigte jetzt wissen müssen
Sind die zusätzlichen freien Tage bezahlt? Es handelt sich nicht um neue gesetzliche Feiertage, sondern um arbeitsfreie Tage mit anschließendem Zeitausgleich. Welche konkreten Regeln gelten, hängt unter anderem davon ab, ob die Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Sektor erfolgt.
Müssen Geschäfte und Unternehmen geschlossen bleiben? Nein. Die Regelung bedeutet keine allgemeine Betriebsschließung. Unverzichtbare Dienstleistungen müssen weiterhin gewährleistet sein.
Gelten die arbeitsfreien Tage im ganzen Land? Nein. Für die einzelnen Regionen wurden unterschiedliche Termine und teilweise unterschiedliche arbeitsrechtliche Regelungen festgelegt.
Papstbesuch verändert den Alltag in Nordperu
Der Besuch von Papst Leo XIV. wird für Peru zu einem bedeutenden religiösen Ereignis. Besonders in Nordperu, wo das Kirchenoberhaupt über viele Jahre wirkte, ist die Vorfreude groß. Die zusätzlichen arbeitsfreien Tage sollen den Menschen ermöglichen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Für viele Gläubige sind die beiden Tage eine besondere Gelegenheit. Für Beschäftigte bleibt allerdings eine wichtige Einschränkung: Die ausgefallene Arbeit muss später nachgeholt werden.
Quellen
El Peruano – Decreto Supremo Nr. 020-2026-TR, 23. Oktober 2026.
Ministerio de Trabajo y Promoción del Empleo – Arbeitsfreie Tage zum Papstbesuch, Oktober 2026.
Agencia Andina – Berichterstattung über die regionalen Sonderregelungen.
Bildhinweis: KI-generierte Illustration, keine dokumentarische Aufnahme des Papstbesuchs.
