Perusino interviewt Supay im Legoland | PeruMagazin
Perusino trifft Supay mitten im Legoland. Zwischen Achterbahn, Geisterbahn und bunten Lego-Steinen erklärt der Unterweltgott der Anden die geheimnisvolle Welt von Uku Pacha.
Perusino trifft Supay mitten im Legoland. Zwischen Achterbahn, Geisterbahn und bunten Lego-Steinen erklärt der Unterweltgott der Anden die geheimnisvolle Welt von Uku Pacha.
Er glaubte, dass gründliches Waschen jeden wertvollen Abenteuerschmutz von seiner Haut entfernen könnte. Diese Vorstellung gefiel ihm überhaupt nicht. Schmutz war für ihn kein Zufall, sondern ein sichtbares Tagebuch der erlebten Tage.
Nach einer Weile spürt er ein leichtes Zittern unter sich. Der Boden wirkt, als würde er tief durchatmen. Vor Perusino steht nun eine Gestalt ohne Krone, ohne Rüstung und ohne Donner in der Hand.
Perusino schaut sich um. Ein paar dunkle Felsen ragen dunkel aus dem Weiß. Ein Streifen Meer liegt in der Ferne und sieht aus, als hätte jemand einen Riss in die Landschaft geschnitten. Kein Dorf, kein Feld, kein Baum, der dramatisch umkippen könnte.
Der Hof riecht nach nassem Karton, nach kalter Luft aus den Kühlaggregaten und nach süßem Obst, das eigentlich noch gegessen werden könnte. Große Tonnen stehen dicht an dicht, und mehrere Deckel bleiben schief, weil zu viel darin steckt.
Perusino sitzt auf der Bank, die Schultern hochgezogen, den Rucksack zwischen den Füßen. Das Handy ist leer, nicht dramatisch leer, sondern tot wie ein Stein. Stille bleibt übrig, und die Stille ist in dieser Minute keine freundliche.
Mama Killa steht nicht plötzlich neben dem Felsen. Sie steht eigentlich gar nicht. Sie ist da, so wie der Mond da ist. Sichtbar, aber nicht greifbar. Perusino räuspert sich, weil das hier eindeutig ein Interview ist, auch wenn kein Tisch und kein Stuhl mitmachen. Die Nacht wartet.
Ein Strand liegt hell da, und die Wellen klingen wie Applaus, der nie aufhört. Neben Perusino steht ein kleines Hightech-Set, das komplett mit Sonnenenergie läuft. Solarpanels schlucken Licht, Akkus zeigen zufrieden grüne Balken, und die Kamera tut so, als wäre sie mutiger als die Sonne. Ein Blick nach oben reicht trotzdem, damit klar wird, wer hier wirklich der Chef ist.
Mythen erklären mit Bildern. Manche Bilder sagen, dass Licht gesetzt wurde, als Entscheidung. Andere sagen, dass Sonne und Mond aus dem Wasser hervorkamen, damit Tage zählen können. In allen Varianten steckt ein Gedanke: Ordnung braucht Zeichen
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