Peru geht auf die große internationale Bühne! Präsidentin Keiko Fujimori reist nach New York – und hat bei den Vereinten Nationen eine volle Agenda. Sicherheit, Investitionen und Perus Rolle in der Welt stehen im Mittelpunkt.
Am heutigen 21. September beginnt für die peruanische Präsidentin ihre erste Auslandsreise seit Amtsantritt. Bis zum 25. September hält sich Fujimori in den USA auf. Der peruanische Senat genehmigte die Reise mit 34 Stimmen dafür, zwölf dagegen und drei Enthaltungen.
Peru spricht vor der Welt
Der wichtigste Termin wartet am Dienstag. Am 22. September soll Fujimori vor der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen sprechen. Nach Angaben des peruanischen Kongresses will sie dort die Prioritäten ihrer Regierung und die wichtigsten Leitlinien der peruanischen Außenpolitik vorstellen.
Ein Schwerpunkt soll die internationale Kriminalität sein. Peru will darstellen, wie das Land gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität vorgehen möchte. Die Regierung verweist dabei unter anderem auf die internationale Zusammenarbeit bei Sicherheitsfragen.
Sicherheit wird zum großen Thema
Damit rückt ein Problem auf die internationale Bühne, das Peru im eigenen Land massiv beschäftigt. Organisierte Kriminalität, Erpressungen und grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke gehören zu den Themen, mit denen sich die Regierung auseinandersetzt.
Fujimori will in New York über die Maßnahmen ihrer Regierung sprechen. Peru ist inzwischen sowohl im sogenannten Grupo de Santiago als auch im von den USA vorangetriebenen „Escudo de las Américas“ vertreten.
Doch New York soll für Peru nicht nur Politik und Sicherheit bedeuten.
Peru will Investoren überzeugen
Die Präsidentin will die Reise ebenfalls nutzen, um für Investitionen in Peru zu werben. Vorgesehen sind Gespräche mit Staats- und Regierungschefs, Vertretern internationaler Organisationen sowie Wirtschaftsvertretern.
Auf der Agenda stehen Veranstaltungen unter anderem mit der Entwicklungsbank CAF und der Americas Society/Council of the Americas.
Begleitet wird Fujimori unter anderem von Außenminister Carlos Espá. Auch Handels- und Tourismusminister Rogers Valencia reist in die USA. Valencia soll an Wirtschaftsveranstaltungen und Gesprächen mit Unternehmen teilnehmen, bei denen private Investitionen in Peru im Mittelpunkt stehen.
Auch die USA stehen im Blickpunkt
Besonders interessant wird, welche Rolle die Beziehungen zwischen Peru und den Vereinigten Staaten während der Reise spielen.
Fujimori hatte bereits vor ihrer Abreise erklärt, dass Peru eine Neubewertung der US-Zölle auf peruanische Exporte erreichen möchte. Nach ihren Angaben war das Thema zuvor bereits gegenüber US-Außenminister Marco Rubio angesprochen worden.
Damit geht es in New York nicht nur um große außenpolitische Erklärungen. Für Peru stehen handfeste wirtschaftliche Interessen auf dem Programm.
Mindestens sechs bilaterale Treffen geplant
Fujimori kündigte mindestens sechs bilaterale Gespräche sowie die Teilnahme an fünf weiteren Konferenzen an. Außerdem erklärte sie, zu einem von US-Präsident Donald Trump organisierten Abendessen eingeladen zu sein.
Außenminister Espá hat parallel weitere Termine. Geplant sind unter anderem Treffen mit Außenministern anderer Staaten sowie Sitzungen der CELAC und ein Ministertreffen zwischen CELAC und der Europäischen Union.
Die Welt trifft sich in New York
Die peruanische Delegation kommt in einer angespannten internationalen Lage nach New York. Kriege und Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, die Zukunft der internationalen Zusammenarbeit und der Umgang mit künstlicher Intelligenz gehören zu den großen Themen der diesjährigen UN-Woche.
Für Peru ist die Reise deshalb mehr als ein Pflichttermin bei den Vereinten Nationen. Die Regierung will das Land als internationalen Partner präsentieren, Unterstützung im Kampf gegen organisierte Kriminalität suchen und gleichzeitig Investoren für Peru gewinnen.
Am Dienstag folgt der wichtigste Moment: Dann spricht die peruanische Präsidentin vor der UN-Generalversammlung – und Peru richtet seine Botschaft direkt an die Welt.