Piura. Berufstaucher haben vor der Küste der nordperuanischen Region Piura insgesamt 15.846 Kilogramm Abfälle vom Meeresboden geborgen. Die Reinigungsaktion erstreckte sich auf Máncora, Los Órganos, Talara, Paita, Bayóvar und Isla Lobos de Afuera.
An der Aktion am 7. September 2026 beteiligten sich insgesamt 144 Menschen. 67 Berufstaucher waren mit 41 Booten im Einsatz. Es war bereits die dritte gemeinsame Reinigungsaktion dieser Art an der Küste Piuras.
Alte Reifen machen größten Anteil aus
Den größten Teil des geborgenen Mülls bildeten alte Reifen. Insgesamt holten die Taucher rund 7.130 Kilogramm davon vom Meeresboden. Das entspricht etwa 45 Prozent des Gesamtgewichts.
Hinzu kamen 2.590 Kilogramm Metall, 1.710 Kilogramm Kunststoff sowie 1.600 Kilogramm Schläuche. Auch Fischereigeräte, Seile, Stiefel, Motorfilter und Holzreste wurden geborgen.
Die Menge lag deutlich über dem Ergebnis des vergangenen Jahres. Bei der entsprechenden Aktion 2025 waren mehr als elf Tonnen Abfälle eingesammelt worden.
Fischerei von Verschmutzung unmittelbar betroffen
Die Verschmutzung des Meeresbodens stellt auch für die Fischerei ein Problem dar. Zurückgelassene Netze, Leinen und andere Fischereigeräte können Meerestiere verletzen oder zu sogenannten Geisternetzen werden, in denen sich Tiere verfangen.
Für die Küstenorte Piuras hat der Zustand des Meeres zudem wirtschaftliche Bedeutung. Tausende Familien in der Region leben direkt oder indirekt von der Fischerei. Orte wie Máncora und Los Órganos sind zusätzlich stark vom Tourismus abhängig.
Fischer fordern bessere Abfallentsorgung
Vertreter der beteiligten Fischerorganisationen fordern deshalb, nicht allein auf regelmäßige Reinigungsaktionen zu setzen. Abfälle müssten bereits an Bord getrennt und anschließend an Land ordnungsgemäß entsorgt werden können.
Julio Benites, Präsident des Comité Regional de Extractores del Recurso Pulpo – Piura, sprach sich für eine stärkere Schulung der Fischer und Bootsbesatzungen aus. Gleichzeitig seien geeignete Möglichkeiten zur Abfallentsorgung an den Anlegestellen notwendig.
Koordiniert wurde die Aktion vom Comité Regional de Extractores del Recurso Pulpo – Piura. Beteiligt waren Fischer- und Taucherorganisationen aus Máncora, Los Órganos, Talara, Paita, Bayóvar und Isla Lobos de Afuera. Technisch begleitet wurde die Aktion von REDES Sostenibilidad Pesquera.
Fast fünf Tonnen mehr als im Vorjahr
Mit 15.846 Kilogramm fiel die diesjährige Bilanz deutlich höher aus als 2025. Die große Menge zeigt zugleich, dass die Entsorgung von Abfällen im Zusammenhang mit Fischerei und Schifffahrt an der nordperuanischen Küste weiterhin ein Problem darstellt.
Für Piura ist das besonders relevant. Die Region gehört zu den wichtigsten Fischereigebieten Perus. Ein sauberer Meeresboden ist damit nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern betrifft unmittelbar die Lebensgrundlage vieler Menschen an der Küste.
Die Zahlen
Geborgene Abfälle: 15.846 kg
Teilnehmer: 144
Berufstaucher: 67
Boote: 41
Reifen: 7.130 kg
Metall: 2.590 kg
Kunststoff: 1.710 kg
Schläuche: 1.600 kg
Gebiete: Máncora, Los Órganos, Talara, Paita, Bayóvar und Isla Lobos de Afuera
Datum der Aktion: 7. September 2026
Inforegión, 17. September 2026
La República Sostenible, 18. September 2026
El Regional de Piura, 19. September 2026
Bildquelle: Inforegión / Difusión. Aufnahme einer Reinigungsaktion von Fischern und Tauchern an der Küste Piuras.