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Castilleja isidoroi – neu beschriebene Pflanzenart aus Amazonas und Cajamarca in Nordperu

Neue Pflanzenart in Nordperu entdeckt – Forscher kennen nur sechs Populationen

Neue Pflanzenart in Nordperu: Castilleja isidoroi wurde in Amazonas und Cajamarca gefunden. Forscher kennen bislang nur sechs Populationen.

Forscher haben eine neue Pflanzenart in Nordperu beschrieben. Castilleja isidoroi wurde bislang nur in Amazonas und Cajamarca nachgewiesen. Gerade einmal sechs Populationen sind der Wissenschaft bekannt.

Die Art wurde von J. Mark Egger und Daniel B. Montesinos-Tubée wissenschaftlich beschrieben. Die Untersuchung erschien in der Fachzeitschrift Phytoneuron.

Diese Pflanze gibt es nur in Nordperu

Castilleja isidoroi gehört zur Familie der Orobanchaceae und wächst in den nördlichen peruanischen Anden. Auffällig sind vor allem ihre kräftigen Farben: Die Blütenbereiche reichen von Scharlachrot bis zu rötlichem Violett.

Bislang wurde die Art ausschließlich in Amazonas und Cajamarca gefunden. Damit gilt sie nach aktuellem Forschungsstand als endemisch für diesen Teil Nordperus.

Die Pflanze lag längst im Archiv

Das Kuriose: Exemplare der Pflanze waren bereits seit Jahren vorhanden. Sie lagen in wissenschaftlichen Pflanzensammlungen, waren aber keiner eigenen Art zugeordnet worden.

Einige Exemplare wurden lediglich als Castilleja sp. oder Orthocarpus sp. geführt. Andere hatte man der bekannten Art Castilleja vadosa zugerechnet. Erst die erneute Untersuchung zeigte: Es handelt sich um eine eigene Art.

Gerade einmal sechs Populationen

Wie selten Castilleja isidoroi tatsächlich ist, wissen die Forscher noch nicht. Bekannt sind bislang lediglich sechs Populationen.

Bei einer Population in Amazonas wurden auf etwa 50 Quadratmetern nur 15 bis 20 Pflanzen gezählt. An einem Standort in Cajamarca fanden die Wissenschaftler lediglich einzelne verstreute Exemplare. Weitere Untersuchungen müssen zeigen, ob es bislang unentdeckte Bestände gibt.

Feuer, Vieh und Klimawandel könnten zum Problem werden

Die Forscher nennen mehrere mögliche Gefahren für die neue Art: Überweidung, Brände, zunehmende Besiedlung und Klimawandel.

Gerade die geringe bekannte Verbreitung könnte Castilleja isidoroi anfällig für Veränderungen ihres Lebensraums machen. Die Wissenschaftler empfehlen deshalb, den Gefährdungsstatus der Art genauer zu untersuchen.

Darum heißt sie Castilleja isidoroi

Der Name erinnert an den peruanischen Botaniker Isidoro Sánchez-Vega (1938–2015). Er war Professor an der Universidad Nacional de Cajamarca und beschäftigte sich intensiv mit der Pflanzenwelt der peruanischen Anden.

Als spanischen Namen schlagen die Forscher „El Pincel de Isidoro“ vor – „Isidoros Pinsel“.

Für die Wissenschaft beginnt die Arbeit jetzt erst. Forscher müssen herausfinden, wie viele Pflanzen tatsächlich existieren, ob weitere Populationen vorhanden sind und wie stark die bekannten Bestände gefährdet sind.

Quellen: Phytoneuron; Universidad Científica del Sur; University of Washington.
Bildquelle: Oficina de Comunicación de la Ciencia / Universidad Científica del Sur.