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Regierung Fujimori legt Kurs bis 2031 fest: Sicherheit, El Niño und Wirtschaft im Mittelpunkt

Perus neue Regierung unter Präsidentin Keiko Fujimori legt ihre Schwerpunkte bis 2031 fest. Sicherheit, Vorbereitung auf El Niño, Wirtschaft, Gesundheit und staatliche Reformen stehen im Mittelpunkt.

Die neue peruanische Regierung von Präsidentin Keiko Fujimori hat ihre politischen Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre festgelegt. Premierminister Luis Galarreta stellte am 20. August 2026 vor der Cámara de Diputados die allgemeine Regierungspolitik für den Zeitraum 2026 bis 2031 vor.

Im Mittelpunkt stehen fünf strategische Bereiche. Besonders hohe Priorität erhalten die Bekämpfung der Kriminalität, die Vorbereitung auf Naturkatastrophen und El Niño sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Daneben will die Regierung staatliche Dienstleistungen verbessern und die politische Stabilität stärken.

Sicherheit wird zur zentralen Aufgabe

Die wachsende Kriminalität gehört zu den größten innenpolitischen Herausforderungen Perus. Erpressungen, Auftragsmorde, organisierte Kriminalität, Drogenhandel und illegale Wirtschaftsaktivitäten sollen stärker bekämpft werden.

Galarreta kündigte eine höhere operative Leistungsfähigkeit der Policía Nacional del Perú an. Dazu sollen moderne Technik, Geheimdienstarbeit und eine stärkere Polizeipräsenz beitragen.

Die Regierung plant außerdem zusätzliche Gefängniskapazitäten und Maßnahmen gegen besonders gefährliche Straftäter. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Erpressung und Auftragsmorden.

El Niño wird zur zweiten großen Herausforderung

Neben der inneren Sicherheit steht der mögliche El Niño weit oben auf der politischen Agenda. Die Regierung will die Katastrophenvorsorge stärken und gefährdete Infrastruktur sowie die Versorgung der Bevölkerung besser vorbereiten.

Für den Norden Perus ist dieser Punkt von besonderer Bedeutung. Regionen wie Piura und Tumbes gehören zu den Gebieten, die bei starken El-Niño-Ereignissen besonders gefährdet sind.

Mehr Investitionen und formelle Arbeitsplätze

Der dritte große Schwerpunkt betrifft die Wirtschaft. Die Regierung will die Produktivität steigern und bessere Bedingungen für private Investitionen schaffen. Gleichzeitig sollen mehr formelle Arbeitsplätze entstehen.

Ein Problem bleibt die große informelle Wirtschaft. Millionen Peruaner arbeiten außerhalb regulärer Beschäftigungsverhältnisse oder führen kleine Unternehmen mit begrenztem Zugang zu Finanzierung und staatlicher Unterstützung.

Gesundheitsversorgung soll verbessert werden

Auch das Gesundheitssystem gehört zum Regierungsprogramm. Die Regierung will insbesondere die langen Wartezeiten bei Arztterminen und Operationen reduzieren. Gleichzeitig soll die Verfügbarkeit von Medikamenten verbessert werden.

Regierung will zusätzliche Vollmachten

Die politischen Ankündigungen sollen teilweise schnell in konkrete Gesetze umgesetzt werden. Die Regierung bereitet dafür einen Antrag auf Übertragung von Gesetzgebungsvollmachten vor. Welche Befugnisse der Kongress tatsächlich übertragen wird, bleibt abzuwarten.

Fünf Jahre zwischen Anspruch und Umsetzung

Mit der Vorstellung der Regierungspolitik beginnt für Keiko Fujimori die entscheidende Phase ihrer Präsidentschaft. Die fünf offiziellen Achsen reichen von Sicherheit und Katastrophenvorsorge über die Entwicklung der Bevölkerung und Produktivität bis zur demokratischen Regierungsführung und Rechtsstaatlichkeit.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie im Alltag der Menschen in Peru haben.

Häufige Fragen zur neuen Regierungspolitik

Welche fünf Schwerpunkte verfolgt die Regierung bis 2031?

Die fünf offiziellen Achsen sind die Verringerung der Unsicherheit, die Senkung der Anfälligkeit für Katastrophen und Klimawandel, die umfassende Entwicklung der Bevölkerung, eine höhere Produktivität durch formelle Beschäftigung sowie die Stärkung demokratischer Regierungsführung und des Rechtsstaats.

Warum steht die Sicherheit so weit oben auf der Agenda?

Die Regierung nennt insbesondere Erpressung, Auftragsmorde, organisierte Kriminalität, Drogenhandel und illegale Wirtschaftsaktivitäten als zentrale Probleme. Polizei, Nachrichtendienste und technische Fähigkeiten sollen gestärkt werden.

Welche Bedeutung hat El Niño für die Regierungspolitik?

Katastrophenvorsorge und Klimarisiken bilden einen eigenen Schwerpunkt. Gerade im Norden Perus können starke Niederschläge, Überschwemmungen und Schäden an Infrastruktur erhebliche Folgen haben.

Was plant die Regierung für Wirtschaft und Arbeitsplätze?

Die Produktivität soll steigen, formelle Beschäftigung gefördert und die wirtschaftliche Integration des Landes verbessert werden. Private Investitionen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Was bedeutet die angekündigte Übertragung von Gesetzgebungsvollmachten?

Der Kongress kann der Exekutive für genau festgelegte Themen und einen begrenzten Zeitraum Gesetzgebungskompetenzen übertragen. Umfang und konkrete Bereiche hängen von der parlamentarischen Entscheidung ab.

Quellen