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Perus Amazonasregion: Millionen für nachhaltigen Tourismus und Regenwaldschutz

MILLIONEN FÜR DEN DSCHUNGEL! Peru macht seinen Regenwald zum Touristen-Magneten

Peru investiert über 4,2 Millionen Soles in zwölf nachhaltige Tourismusprojekte. 309 Familien sollen profitieren und rund 72.000 Hektar Regenwald geschützt werden.

4,2 Millionen Soles, zwölf Tourismusprojekte und 309 Familien, die davon profitieren sollen! Peru will mit seinem Amazonasgebiet künftig mehr Urlauber anlocken. Dabei geht es nicht nur ums Geschäft: Rund 72.000 Hektar Regenwald sollen gleichzeitig geschützt werden.

4,2 MILLIONEN SOLES! Jetzt soll der Regenwald Geld bringen

Peru macht ernst mit nachhaltigem Tourismus! Das Umweltministerium fördert zwölf touristische Geschäftspläne in den Regionen San Martín, Ucayali und Madre de Dios. Mehr als 4,2 Millionen Soles fließen in Projekte, die der örtlichen Bevölkerung neue Einnahmen ermöglichen sollen.

309 Familien sollen davon profitieren. Gleichzeitig sind die Vorhaben mit dem Schutz von rund 72.000 Hektar Wald verbunden. Statt Bäume zu fällen, sollen die Gemeinden mit geführten Wanderungen, Naturerlebnissen und kulturellen Angeboten Geld verdienen.

WASSERFÄLLE, DSCHUNGEL, ABENTEUER! Hier warten die neuen Touristenattraktionen

In Chirikyacu, einer indigenen Kichwa-Gemeinde in San Martín, sollen künftig deutlich mehr Touristen durch den Regenwald wandern. Die Gemeinde bietet Wanderungen, Schluchtenbegehungen und Ausflüge zu den Wasserfällen Toroyacu und Sunipy Causani an.

Bislang kommen jährlich rund 480 Besucher. Mit dem neuen Tourismusprojekt sollen es mehr als 1.200 werden. Gleichzeitig bewahrt die Gemeinde über 4.400 Hektar Wald.

Auch in Ucayali geht es voran. Die indigene Asháninka-Gemeinde Sapani hat eine 3,7 Kilometer lange Tourismusroute eröffnet. Sie führt zu natürlichen Badebecken, einem Aussichtspunkt und der Wasserstelle Boca de Sapo. Urlauber können dort nicht nur den Regenwald kennenlernen, sondern auch unmittelbar mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommen.

GROSSE WERBEOFFENSIVE! Peru zeigt der Welt seinen Amazonas

Drei Tage lang stand der peruanische Regenwald in Lima im Rampenlicht! Vom 24. bis 26. September präsentierte die staatliche Tourismusagentur PROMPERÚ auf der Cumbre Perú Sostenible 2026 neue Reiseangebote aus dem Amazonasgebiet.

Neben der beeindruckenden Artenvielfalt ging es auch um die Kultur der indigenen Bevölkerung. Vorgestellt wurde unter anderem die traditionelle Kené-Kunst der Shipibo-Konibo.

Vertreter der Tourismusbranche, Behörden und Naturschutzorganisationen diskutierten darüber, wie sich zusätzliche Urlauber und der Schutz empfindlicher Ökosysteme miteinander vereinbaren lassen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Gemeinden selbst über ihre touristischen Angebote mitentscheiden und an den Einnahmen beteiligt werden.

GOCTA, KUÉLAP, LEYMEBAMBA! Auch Nordperu will vom Tourismus profitieren

Auch die nordperuanische Region Amazonas bekommt zusätzliche Unterstützung. Drei Organisationen für gemeindebasierten Tourismus aus Cocachimba, San Pablo–Gocta und Leymebamba dürfen künftig mit der offiziellen Landesmarke Marca Perú werben.

Die feierliche Übergabe der Zertifikate ist für den 29. September in Chachapoyas vorgesehen. Damit erhalten die örtlichen Tourismusorganisationen ein international bekanntes Werbezeichen für ihre Angebote.

Besonders der Gocta-Wasserfall mit seinen Wanderwegen ab Cocachimba und San Pablo bietet den umliegenden Gemeinden wirtschaftliche Möglichkeiten. Unterkünfte, Restaurants und einheimische Reiseleiter können unmittelbar von zusätzlichen Besuchern profitieren.

Auch die historische Anlage Kuélap gehört zu den großen Attraktionen der Region. Zusammen mit Chachapoyas und Leymebamba bildet sie eine wichtige Grundlage für mehrtägige Reisen durch das grüne Nordperu.

Parallel läuft vom 25. September bis zum 2. Oktober die Peru Outdoor Expo 2026. Internationale Reiseveranstalter sollen dabei auf Reiseziele wie Gocta und Kuélap aufmerksam gemacht werden.

WER KASSIERT AM ENDE? Für die Gemeinden steht viel auf dem Spiel

Neue Urlauber bedeuten nicht automatisch mehr Wohlstand. Entscheidend ist, ob die Menschen vor Ort tatsächlich an den Einnahmen beteiligt werden. Einheimische Reiseleiter, familiengeführte Unterkünfte, Restaurants und Kunsthandwerker sollen möglichst direkt vom wachsenden Tourismus profitieren.

Gleichzeitig muss der Regenwald geschützt bleiben. Mehr Besucher bedeuten schließlich auch zusätzliche Belastungen durch Verkehr, Abfall und den Ausbau touristischer Infrastruktur.

Die Millionenförderung schafft dafür neue Möglichkeiten. Ob die zwölf Projekte langfristig erfolgreich sind, wird sich allerdings erst zeigen, wenn die Besucherzahlen, Einnahmen und tatsächlichen Ergebnisse beim Waldschutz vorliegen.

Weitere Entwicklungen zum Tourismus und zum Waldschutz finden Leser bei PeruMagazin informiert.

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Quellen und Bildnachweis: Ministerio del Ambiente / El Peruano, 26.09.2026; PROMPERÚ, September 2026; MINCETUR, September 2026; Agencia Andina, September 2026. Hero-Bild: von PeruMagazin bereitgestellte Shopify-Datei „MILLIONEN FÜR DEN DSCHUNGEL“.

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