An der peruanischen Küste sorgen kräftige Winde erneut für schwierige Wetterbedingungen. Betroffen sind Küstengebiete von Nord- bis Südperu. Besonders in offenen und wüstenartigen Gebieten können die Böen Staub und Sand aufwirbeln und die Sicht deutlich verschlechtern.
Auch in Lima machen sich die stärkeren Küstenwinde bemerkbar. Für Einwohner und Reisende sind vor allem lose Gegenstände, Äste, Werbetafeln und provisorische Dachkonstruktionen ein Risiko.
Das Wichtigste im Überblick
Gebiet: peruanische Küste
Zeitraum: aktuelle Wetterlage ab 19. August 2026
Gefahr: kräftige Küstenwinde und stärkere Böen
Mögliche Folgen: Staub und Sand, eingeschränkte Sicht, herabfallende Äste und lose Bauteile
Besonders relevant: offene Küstenabschnitte, Straßen, Baustellen und Gebiete mit lockeren Konstruktionen
SENAMHI beobachtet die Windentwicklung entlang der Küste laufend. Bei vorherigen starken Windereignissen wurden in Ica Geschwindigkeiten von rund 41 km/h gemessen. Dort führte der Wind zu erheblichen Staub- und Sandverwehungen.
Eine Ursache solcher Windphasen ist die Entwicklung des Südpazifik-Hochs. Verstärkt sich dieses Drucksystem oder nähert es sich der Küste, können die südlichen und südwestlichen Winde entlang des peruanischen Pazifiks deutlich zunehmen.
Auswirkungen in den Städten
In dicht bebauten Gebieten besteht eine andere Gefahr als in den Wüstenregionen. Starke Böen können schlecht befestigte Bleche, Schilder und andere Gegenstände lösen. Bäume und größere Äste stellen ebenfalls ein Risiko dar.
Besonders vorsichtig sollten Fußgänger deshalb in der Nähe großer Bäume, Baustellen und Werbetafeln sein. Auf Straßen kann zusätzlich aufgewirbelter Staub die Sicht beeinträchtigen. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen und größere Abstände einhalten.
Kleine Bildergalerie

Was Reisende beachten sollten
Reisende müssen ihre Pläne wegen der Wetterlage nicht grundsätzlich ändern. Bei Fahrten entlang der Küste sollte jedoch mit plötzlich auftretenden Böen und örtlich schlechter Sicht gerechnet werden.
Lose Gegenstände sollten gesichert werden. Von größeren Bäumen, instabilen Konstruktionen, Gerüsten und Werbetafeln sollte bei kräftigen Böen Abstand gehalten werden. Wer längere Fahrten entlang der Küste plant, sollte die aktuellen Meldungen von SENAMHI vor der Abfahrt kontrollieren.
Warum starke Küstenwinde in Peru auftreten
Stärkere Winde gehören grundsätzlich zum Wettergeschehen an der peruanischen Pazifikküste. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Südpazifik-Hoch. Der Luftdruckunterschied zwischen dem Pazifik und dem südamerikanischen Kontinent beeinflusst die Stärke der Küstenwinde.
Bei entsprechenden atmosphärischen Bedingungen können sich diese deutlich verstärken. Besonders sichtbar werden die Auswirkungen in den trockenen Regionen Perus. Dort reichen kräftige Böen aus, um große Mengen Sand und Staub in die Luft zu transportieren.
Quellen
Servicio Nacional de Meteorología e Hidrología del Perú (SENAMHI)
Ministerio del Ambiente del Perú
Aktuelle meteorologische Meldungen zur peruanischen Küste