Peruanischer Kaffee gewinnt auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung. Zwischen Januar und Juni 2026 exportierte Peru Kaffee im Wert von 325 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht das einem Wachstum von 7,7 Prozent. Gleichzeitig stieg die ausgeführte Kaffeemenge um 10,3 Prozent.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Kaffee für Peru weit mehr als ein traditionelles Agrarprodukt ist. Hinter dem Export stehen zahlreiche Produzenten und Familien aus verschiedenen Regionen des Landes. Besonders stark vertreten sind San Martín, Cajamarca, Junín und Amazonas. Auch Cusco, Puno und weitere Regionen tragen zur Vielfalt des peruanischen Kaffees bei.
Peruanischer Kaffee steigert seine Exporte
Nach Angaben des peruanischen Ministeriums für Außenhandel und Tourismus, Mincetur, entwickelt sich der Export positiv. Das Ministerium möchte deshalb weitere Kaffeeunternehmen dabei unterstützen, internationale Märkte zu erschließen und bestehende Handelsbeziehungen auszubauen.
Peru gehört inzwischen zu den drei größten Kaffeeproduzenten Lateinamerikas. Nur Brasilien und Kolumbien produzieren größere Mengen. Innerhalb Perus verteilt sich der Anbau auf mehrere Regionen mit unterschiedlichen Höhenlagen und klimatischen Bedingungen.
San Martín steht mit rund 23 Prozent der nationalen Produktion an erster Stelle. Dahinter folgen Cajamarca mit 21 Prozent, Junín mit 18 Prozent und Amazonas mit 15 Prozent. Damit stammen mehr als drei Viertel der peruanischen Kaffeeproduktion aus diesen vier Regionen. Gerade für Nordperu ist diese Entwicklung interessant. Cajamarca und Amazonas gehören zu den wichtigsten Kaffeegebieten des Landes und tragen erheblich zum internationalen Erfolg bei.
Kaffee verbindet Landwirtschaft und internationale Märkte
Der Anbau von Kaffee ist in Peru eng mit kleineren landwirtschaftlichen Betrieben verbunden. Für viele Familien bildet die Kaffeeproduktion eine wichtige wirtschaftliche Grundlage. Der zunehmende internationale Absatz schafft deshalb nicht nur Exporterlöse, sondern eröffnet auch Perspektiven in den Anbaugebieten.
Unterstützt werden Produzenten unter anderem durch die sogenannte Ruta Productiva Exportadora. An diesem Programm beteiligen sich mehrere peruanische Ministerien. Es bietet kleinen und mittleren Unternehmen sowie Produzentenorganisationen kostenlose Schulungen und technische Unterstützung.
Von insgesamt 613 Organisationen, die über das Programm unterstützt werden, kommen 245 aus dem Kaffeesektor. Die Maßnahmen erreichen nach Angaben von Mincetur insgesamt 46.521 Familien. Die beteiligten Kaffeeorganisationen befinden sich in Cajamarca, Junín, Amazonas, San Martín, Pasco, Huánuco, Cusco, Puno, Ayacucho und Piura.
Cajamarca und Amazonas spielen wichtige Rolle
Für den Norden Perus sind die aktuellen Zahlen besonders interessant. Cajamarca produziert rund 21 Prozent des peruanischen Kaffees, Amazonas weitere 15 Prozent. Beide Regionen stehen häufig im Schatten bekannter Kaffeegebiete anderer südamerikanischer Länder.
Dabei bieten die unterschiedlichen Höhenlagen gute Voraussetzungen für hochwertige Kaffeesorten. Herkunft, Anbauhöhe und Verarbeitung können den Geschmack deutlich beeinflussen. Genau diese Vielfalt bietet Chancen, peruanischen Kaffee stärker über seine regionale Herkunft zu vermarkten.
Auch Piura ist inzwischen Teil der staatlichen Förderprogramme für Kaffeeproduzenten. Die Region besitzt zwar einen deutlich kleineren Anteil an der Gesamtproduktion, erweitert jedoch die geografische Vielfalt des peruanischen Kaffeeanbaus.
Peru will neue Absatzmärkte erschließen
Die peruanische Regierung möchte die positive Entwicklung nutzen, um weitere Produzenten auf den Export vorzubereiten. Neben höheren Exportmengen geht es dabei um Qualität, Wettbewerbsfähigkeit und den Zugang zu neuen Märkten.
Dass die exportierte Menge im ersten Halbjahr 2026 um 10,3 Prozent gestiegen ist, zeigt eine wachsende Nachfrage nach peruanischem Kaffee. Gleichzeitig bleibt die regionale Herkunft ein wichtiger Bestandteil der Vermarktung.
Für Peru bietet Kaffee damit eine interessante Verbindung aus Landwirtschaft, regionaler Entwicklung und internationalem Handel. Besonders Regionen wie Cajamarca und Amazonas profitieren davon, dass ihre Produkte zunehmend außerhalb des Landes wahrgenommen werden.
Häufige Fragen zu peruanischem Kaffee
Wie viel Kaffee hat Peru 2026 exportiert?
Zwischen Januar und Juni 2026 erreichten die peruanischen Kaffeeexporte einen Wert von 325 Millionen US-Dollar. Das waren 7,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025.
Welche Regionen produzieren besonders viel Kaffee?
Die wichtigsten Anbaugebiete sind San Martín, Cajamarca, Junín und Amazonas. Zusammen stehen diese Regionen für einen großen Teil der nationalen Kaffeeproduktion.
Welche Bedeutung hat Cajamarca für peruanischen Kaffee?
Cajamarca stellt rund 21 Prozent der nationalen Kaffeeproduktion und gehört damit zu den wichtigsten Kaffeegebieten Perus.
Welche Stellung hat Peru in Lateinamerika?
Nach Angaben von Mincetur ist Peru der drittgrößte Kaffeeproduzent Lateinamerikas. Vor Peru liegen Brasilien und Kolumbien.
Quellen
Ministerio de Comercio Exterior y Turismo (Mincetur) – Informationen zu den peruanischen Kaffeeexporten, August 2026
Agencia Andina – „Café peruano exporta US$ 325 millones y consolida presencia internacional“, 28. August 2026
Bildquelle Hero: ANDINA/Difusión, Agencia Andina, 28. August 2026