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Mano Menezes und Jean Ferrari bei der Besichtigung des Estadio Monumental de la UNA in Puno

Peru plant neue Trainingsbasis in Puno für die Nationalmannschaft

Peru plant in Puno eine Trainingsbasis für die Nationalmannschaft. Auch das Stadion der UNA wird für die WM-Qualifikation 2030 vorbereitet.

Puno soll für die peruanische Nationalmannschaft eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2030 spielen. Die Federación Peruana de Fútbol treibt ihre Pläne für einen dauerhaften Standort im peruanischen Hochland weiter voran. Neben einem Stadion für Länderspiele soll in der Region eine eigene Trainingsbasis entstehen. Nationaltrainer Mano Menezes und Fußballdirektor Jean Ferrari beschäftigen sich bereits seit Monaten mit möglichen Spielorten in großer Höhe.

Inzwischen werden die Planungen konkreter. Im Mittelpunkt stehen das Stadion der Universidad Nacional del Altiplano in Puno und ein mögliches Trainingszentrum im Distrikt Paucarcolla. Damit entwickelt sich Puno von einer möglichen Ausweichspielstätte zu einem wichtigen Bestandteil der sportlichen Planung für die WM-Qualifikation 2030.

Puno soll zweite Heimat der Nationalmannschaft werden

Die Federación Peruana de Fútbol verfolgt das Ziel, Spiele der kommenden WM-Qualifikation nicht ausschließlich in Lima auszutragen. Neben der Hauptstadt wurden auch Cusco und Puno als mögliche beziehungsweise vorgesehene Spielorte genannt. FPF-Präsident Agustín Lozano hatte bereits bestätigt, dass die Planungen für die Qualifikation mehrere Standorte vorsehen.

In Lima stehen das Estadio Nacional und das Monumental zur Verfügung. Hinzu kommen das Estadio Inca Garcilaso de la Vega in Cusco sowie Stadien in der Region Puno. Besonders Puno rückt inzwischen stärker in den Mittelpunkt. Die Stadt liegt auf rund 3.800 Metern Höhe und bietet damit Bedingungen, die für Gastmannschaften eine erhebliche Herausforderung darstellen können.

Die peruanische Nationalmannschaft müsste allerdings selbst auf diese Bedingungen vorbereitet werden. Genau hier setzt der Plan von Mano Menezes an.

Mano Menezes will eine eigene Trainingsbasis in Puno

Der brasilianische Nationaltrainer hält eine professionelle Trainingsbasis in Puno für notwendig. Die Mannschaft soll sich dort vor Länderspielen an die besonderen Bedingungen der extremen Höhe gewöhnen können. Eine solche Anlage würde ähnlich funktionieren wie die bekannte Videna in Lima. Deshalb wird das Projekt in peruanischen Medien bereits als „Videnita“ von Puno bezeichnet.

Für Menezes reicht es nicht aus, die Mannschaft wenige Tage vor einem Spiel ins Hochland zu bringen. Die Spieler sollen geeignete Trainingsplätze, medizinische Betreuung und professionelle Bedingungen für die Akklimatisierung erhalten. Damit würde die Nutzung der Höhe langfristig vorbereitet und nicht erst unmittelbar vor wichtigen Qualifikationsspielen organisiert.

Paucarcolla wird als Standort geprüft

Besonders konkret werden die Planungen im Distrikt Paucarcolla. Der Ort befindet sich rund 15 Kilometer vom Zentrum Punos entfernt und gilt derzeit als aussichtsreicher Standort für die geplante Trainingsanlage. Die FPF will dazu mit der Provinzverwaltung von Puno und der Universidad Nacional del Altiplano zusammenarbeiten.

Ein entsprechendes Abkommen soll die Grundlage für die weitere Entwicklung des Projekts schaffen. Zuvor wurden auch Flächen der Liga Departamental de Fútbol de Puno untersucht. Nach den bisherigen Prüfungen scheint Paucarcolla jedoch gute Voraussetzungen für die geplante Anlage zu bieten.

Sollte das Projekt umgesetzt werden, könnte dort eine dauerhafte Infrastruktur für die peruanische Nationalmannschaft entstehen. Diese wäre nicht nur für einzelne Spiele vorgesehen, sondern könnte langfristig für Trainingslager und die Vorbereitung auf Begegnungen in großer Höhe genutzt werden.

Estadio Monumental de la UNA rückt in den Mittelpunkt

Neben dem Trainingszentrum beschäftigt sich die FPF intensiv mit dem Estadio Monumental der Universidad Nacional del Altiplano. Das Stadion wurde bereits von Vertretern der Federación Peruana de Fútbol und dem Trainerteam besichtigt. Die ersten Bewertungen fielen positiv aus. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von rund 35.000 Zuschauern.

Allerdings sind weitere Arbeiten notwendig, damit das Stadion dauerhaft für internationale Begegnungen genutzt werden kann. Unter anderem ist eine Verbesserung der Beleuchtung vorgesehen. Die FPF will gemeinsam mit den Verantwortlichen der Universität klären, welche weiteren Anpassungen für hochklassige Länderspiele notwendig sind.

Damit bekommt Puno neben der geplanten Trainingsbasis auch eine konkrete Stadionperspektive.

Höhe soll für Peru zum Heimvorteil werden

Hinter den Plänen steckt eine klare sportliche Strategie. Peru möchte die geografischen Bedingungen des Landes stärker für seine Heimspiele nutzen. Die Nationalmannschaft absolvierte ihre wichtigen Qualifikationsspiele traditionell überwiegend in Lima. Damit verzichtete Peru weitgehend auf einen Vorteil, den andere südamerikanische Mannschaften seit Jahrzehnten einsetzen.

Bolivien trägt beispielsweise regelmäßig Heimspiele in großer Höhe aus. Auch Ecuador nutzt die Bedingungen des Hochlandes für internationale Begegnungen. Mit Puno würde Peru noch deutlich höher spielen als in Cusco. Während Cusco ungefähr 3.400 Meter über dem Meeresspiegel liegt, befindet sich Puno auf rund 3.800 Metern Höhe. Für Mannschaften, deren Spieler solche Bedingungen nicht gewohnt sind, kann die geringere Sauerstoffverfügbarkeit eine erhebliche Belastung darstellen.

Auch Brasilien und Argentinien könnten nach Puno müssen

Nach aktuellen Medienberichten beschäftigt sich die FPF bereits damit, welche Gegner künftig in Puno antreten könnten. Brasilien, Argentinien, Uruguay und Kolumbien zählen zu den Mannschaften, gegen die ein Heimspiel im Hochland besonders interessant sein könnte. Auch Chile könnte für einen solchen Spielort infrage kommen.

Gegen andere südamerikanische Mannschaften könnten dagegen weiterhin andere Stadien genutzt werden. Eine endgültige Zuordnung der einzelnen Qualifikationsspiele steht noch nicht fest. Die Überlegungen zeigen jedoch, wie ernst die FPF die neue Strategie inzwischen verfolgt. Puno soll nicht einfach nur eine zusätzliche Spielstätte werden. Die Höhe könnte gezielt Bestandteil der sportlichen Planung sein.

Peru muss sich selbst an Puno gewöhnen

Der mögliche Heimvorteil hat allerdings eine entscheidende Voraussetzung. Auch die peruanischen Nationalspieler müssen mit der extremen Höhe zurechtkommen. Viele Spieler der Nationalmannschaft stehen bei Vereinen im Ausland unter Vertrag und trainieren überwiegend auf Meereshöhe oder in deutlich niedrigeren Regionen.

Eine Anreise unmittelbar vor einem Länderspiel wäre deshalb auch für Peru problematisch. Die geplante Trainingsbasis bekommt dadurch besondere Bedeutung. Dort könnte sich die Mannschaft kontrolliert auf die Bedingungen vorbereiten. Trainingsbelastung und Akklimatisierung könnten aufeinander abgestimmt werden. Menezes möchte damit verhindern, dass die Höhe für die eigene Mannschaft zum gleichen Problem wird wie für den Gegner.

Puno wird Teil der Planung für die WM 2030

Die Federación Peruana de Fútbol denkt bei dem Projekt langfristig. Die nächste südamerikanische Qualifikation soll Peru zurück auf die große Fußballbühne bringen. Peru nahm zuletzt an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland teil. Die Qualifikationen für die folgenden Weltmeisterschaften verliefen dagegen ohne erfolgreiche Teilnahme.

Mit Mano Menezes soll nun ein neuer sportlicher Zyklus aufgebaut werden. Dazu gehören nicht nur Veränderungen innerhalb der Mannschaft. Auch die Bedingungen rund um Training und Heimspiele werden überprüft. Puno ist dabei zu einem wichtigen Baustein geworden.

Die FPF hat die Region bereits mehrfach besucht. Stadion und mögliche Trainingsflächen wurden untersucht. Nun geht es darum, Vereinbarungen mit Universität und lokalen Behörden zu treffen und die notwendige Infrastruktur aufzubauen.

Puno könnte dauerhaft vom Projekt profitieren

Für die Region selbst hätte eine regelmäßige Nutzung durch die Nationalmannschaft ebenfalls Bedeutung. Länderspiele der peruanischen Auswahl würden zahlreiche Besucher nach Puno bringen. Hotels, Restaurants, Verkehrsbetriebe und andere touristische Anbieter könnten davon profitieren.

Gleichzeitig würde die geplante Trainingsinfrastruktur den Fußball in der Region aufwerten. Eine moderne Anlage könnte langfristig auch für Nachwuchsarbeit und regionale Fußballprojekte interessant werden. Puno wäre damit nicht mehr ausschließlich wegen des Titicacasees und seiner kulturellen Bedeutung international bekannt. Die Stadt könnte zusätzlich einen festen Platz auf der Fußballkarte Perus bekommen.

Aus einer Idee wird ein konkretes Projekt

Noch vor einigen Monaten wurde vor allem darüber diskutiert, ob die peruanische Nationalmannschaft überhaupt Qualifikationsspiele in großer Höhe austragen sollte. Inzwischen ist die Planung deutlich weiter. Das Estadio Monumental der Universidad Nacional del Altiplano wurde geprüft, Verbesserungen an der Infrastruktur werden vorbereitet und gleichzeitig wird in Paucarcolla nach einer dauerhaften Lösung für das Training der Nationalmannschaft gesucht.

Damit geht es nicht mehr allein um die Frage, ob Peru irgendwann einmal in Puno spielen könnte. Die FPF arbeitet daran, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Wenn Stadion, Trainingszentrum und organisatorische Bedingungen rechtzeitig fertig werden, könnte Puno während der WM-Qualifikation 2030 tatsächlich zu einer neuen Heimat der peruanischen Nationalmannschaft werden.

Häufige Fragen

Warum möchte Peru in Puno spielen?

Puno liegt auf rund 3.800 Metern Höhe. Die FPF erhofft sich davon bei bestimmten Heimspielen einen sportlichen Vorteil gegenüber Mannschaften, deren Spieler solche Bedingungen nicht gewohnt sind.

Wo soll die Nationalmannschaft in Puno spielen?

Im Mittelpunkt der Planungen steht das Estadio Monumental der Universidad Nacional del Altiplano. Das Stadion wurde bereits von Verantwortlichen der FPF und dem Trainerteam geprüft.

Wo soll die neue Trainingsbasis entstehen?

Als aussichtsreicher Standort gilt derzeit der Distrikt Paucarcolla. Dort könnte eine kleinere Trainingsanlage nach dem Vorbild der Videna in Lima entstehen.

Warum braucht Peru eine Trainingsbasis in Puno?

Viele peruanische Nationalspieler sind die extreme Höhe selbst nicht gewohnt. Eine Trainingsbasis würde eine gezielte Akklimatisierung vor Länderspielen ermöglichen.

Spielt Peru künftig nur noch in Puno?

Nein. Die Planungen der FPF sehen mehrere Heimspielorte vor. Neben Puno gehören auch Lima und Cusco zur Strategie für die kommende WM-Qualifikation.

Könnten Brasilien und Argentinien in Puno spielen?

Nach aktuellen Medienberichten gehören Brasilien und Argentinien zu den Mannschaften, gegen die die FPF ein Spiel in Puno erwägt. Eine endgültige Festlegung der einzelnen Begegnungen gibt es bislang nicht.

Quellen

Agencia Andina – Mano Menezes busca que la selección peruana tenga una Videna en Puno, August 2026.
El Comercio – Dónde se construiría la Videnita de Puno, qué cambios tendrá das Stadion der UNA und warum Brasilien und Argentinien in die Höhe steigen könnten, 2. September 2026.
RPP – Agustín Lozano bestätigt Lima, Cusco und Puno als geplante Standorte für die WM-Qualifikation 2030.
RPP – Mano Menezes und die geplante Videna in Puno, August 2026.