Fußball-Weltstar Lionel Messi hat jetzt seine eigene Blume! Wissenschaftler haben in den peruanischen Anden eine bislang unbekannte Salbeiart entdeckt. Ihre Blüten leuchten in den Nationalfarben Argentiniens. Doch die seltene Pflanze ist bereits vom Aussterben bedroht.
Eine Blume trägt den Namen des Weltmeisters
In den peruanischen Anden haben Wissenschaftler eine neue Pflanzenart beschrieben. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Salvia messii – eine Hommage an den argentinischen Fußballstar Lionel Messi. Die hellblauen und weißen Blüten erinnern an die Farben der argentinischen Nationalmannschaft, mit der Messi 2022 Fußballweltmeister wurde.
Hier wächst die Messi-Blume
Die Pflanze wächst an felsigen Berghängen der westlichen Anden in den peruanischen Regionen Lima und Ica. Ihr Lebensraum liegt zwischen 2.000 und 2.400 Metern Höhe. Der aromatische Strauch kann bis zu 1,50 Meter groß werden.
Bislang sind lediglich sechs Fundorte bekannt. Die Art kommt nach bisherigen Erkenntnissen ausschließlich in Peru vor.
Ein Foto brachte die Forscher auf die Spur
Der argentinische Agraringenieur Rolando Uría bemerkte auf Pflanzenfotografien ungewöhnliche Merkmale, die nicht zu bereits bekannten Salbeiarten passten. Gemeinsam mit dem peruanischen Botaniker Paúl Gonzáles von der Universidad Nacional Mayor de San Marcos und dem Biologen Jean Capcha-Ramos von Huarango Nature untersuchte er die Pflanze genauer.
Die Wissenschaftler verglichen Pflanzenproben, botanische Sammlungen und historische Aufzeichnungen. Das Ergebnis: eine bislang wissenschaftlich nicht beschriebene Art. Die Entdeckung wurde am 2. Oktober 2026 in der Fachzeitschrift Phytotaxa veröffentlicht.
Kaum entdeckt, schon vom Aussterben bedroht
Die neue Messi-Blume ist gefährdet. Die Wissenschaftler bewerten sie vorläufig als stark gefährdet. Ihr bekanntes Verbreitungsgebiet ist klein. Wald- und Buschbrände, Straßenbau, zunehmende Trockenheit und menschliche Eingriffe bedrohen ihren natürlichen Lebensraum.
Da die Pflanze bisher ausschließlich in Peru nachgewiesen wurde, ist der Schutz ihrer Fundorte besonders wichtig.
Perus Anden bergen weitere Geheimnisse
Die Entdeckung zeigt, wie wenig manche Gebiete der peruanischen Anden bislang botanisch erforscht sind. Besonders die Übergangszonen zwischen trockenen Gebirgslandschaften und verbliebenen Andenwäldern könnten weitere unbekannte Pflanzenarten beherbergen.
Wie eng Pflanzen und die Geschichte der Anden miteinander verbunden sind, zeigt auch die Forschung zur Kartoffel und ihrer Bedeutung für die menschliche Entwicklung.
Mit Salvia messii erhält Perus außergewöhnliche Artenvielfalt einen prominenten Namen. Messi ist längst Fußballgeschichte. Seine Blume könnte es ebenfalls werden – wenn ihre Lebensräume nicht geschützt werden.
Quellen
Gonzáles, P., Uría, R. & Capcha-Ramos, J. (2026): A remarkable new Salvia (Lamiaceae) from the ecotonal vegetation surrounding the western Andean relict forests of Peru. Phytotaxa 777 (3), 272–282. Originalstudie.
Agencia Andina, 16. Oktober 2026: Un homenaje a Messi que nace en Andes peruanos.
La República, 16. Oktober 2026: Científicos descubren una nueva especie de flor albiceleste en los Andes peruanos.