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LiuGong 855H Radlader in Peru – Bildquelle: MundoMaqu

China-Riese setzt auf Peru!

Chinas LiuGong macht Peru zur Drehscheibe für Lateinamerika. Neue Lager, E-Maschinen und ein Ausbildungszentrum in Trujillo sind geplant.

LiuGong macht das Land zur Drehscheibe für seine Expansion in Lateinamerika – und Trujillo bekommt dabei eine wichtige Rolle.

Ein chinesischer Industriekonzern setzt groß auf Peru! Der Baumaschinen-Gigant LiuGong baut seine Geschäfte im Land kräftig aus. Peru soll künftig als zentrale Basis für die spanischsprachigen Märkte Lateinamerikas dienen. Als nächste Ziele stehen unter anderem Chile und Kolumbien auf dem Plan.

LiuGong ist längst im Land vertreten. Mehr als 1.500 Maschinen soll das Unternehmen innerhalb des vergangenen Jahrzehnts in Peru verkauft haben. Jetzt folgt der nächste Schritt.

Neue Zentrale statt nur Vertrieb

Rund 15 Jahre arbeitete LiuGong in Peru vor allem über den Vertriebspartner Fullen. 2026 gründeten die Chinesen eine eigene Tochtergesellschaft, die am 28. August 2026 offiziell in Lima eröffnet wurde.

Damit will LiuGong näher an seine Kunden – vor allem an die großen Bergbauunternehmen des Landes. Statt sich ausschließlich auf einen Vertriebspartner zu verlassen, baut der Hersteller eigene Strukturen für Verkauf, Ersatzteile, Wartung und technischen Service auf.

Callao wird ausgebaut

Auch bei der Logistik wird aufgerüstet. Im Callao betreibt LiuGong ein rund 3.000 Quadratmeter großes Transitlager, in dem etwa 50 Maschinen untergebracht werden können. Dazu kommen weitere 1.500 Quadratmeter Lagerfläche für Ersatzteile.

Doch dabei soll es nicht bleiben. LiuGong will die vorhandenen Kapazitäten verdoppeln oder sogar verdreifachen. Zusätzliche Vertriebs- und Logistikstrukturen sind im Norden, Zentrum und Süden Perus geplant.

Trujillo bekommt China-Zentrum

Besonders interessant für Nordperu: Trujillo ist Teil der Expansionspläne. LiuGong will technische Ausbildungszentren in Trujillo, Lima und Arequipa aufbauen. Dort sollen Fachkräfte für Wartung und Betrieb moderner Baumaschinen ausgebildet werden.

Gleichzeitig arbeitet das chinesische Unternehmen mit SENATI zusammen. Ein Schwerpunkt liegt auf elektrischen Maschinen und der Ausbildung von Fachkräften, die diese neue Technik warten und betreuen können.

Die Chinesen wollen an Perus Bergbau ran

Hier liegt das große Geschäft. Peru gehört zu den bedeutenden Bergbauländern der Welt. Für den Abbau und Transport von Kupfer, Gold und anderen Rohstoffen werden schwere Maschinen benötigt – und genau dort will LiuGong stärker werden.

Das Unternehmen verkauft Radlader, Bagger, Bulldozer, Motorgrader und schwere Transportfahrzeuge. Gleichzeitig drängen die Chinesen mit elektrisch betriebenen Großmaschinen auf den Markt. LiuGong gibt an, weltweit bereits rund 25.000 vollelektrische Maschinen verkauft zu haben.

Bei einigen Modellen sollen die Betriebskosten nach Herstellerangaben um fast 70 Prozent sinken können. Wie hoch die Einsparungen tatsächlich ausfallen, hängt allerdings vom jeweiligen Einsatz, den Energiepreisen und der Auslastung der Maschinen ab.

200 Maschinen allein 2026

Auch beim Absatz hat LiuGong klare Ziele. Für 2026 peilt der Hersteller in Peru rund 200 verkaufte Maschinen an. Die eigene Tochtergesellschaft soll dabei helfen, insbesondere Großkunden direkt zu betreuen und Ersatzteile, Wartung sowie technischen Service schneller verfügbar zu machen.

Wie viel Geld LiuGong für seine Expansion in Peru insgesamt ausgeben will, hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben. Klar ist dagegen, dass Lagerflächen, Service und technische Ausbildung deutlich ausgebaut werden sollen.

Erst Peru – dann Chile und Kolumbien

Der Plan reicht weit über Peru hinaus. LiuGong will das Land als Ausgangspunkt für seine Geschäfte im spanischsprachigen Lateinamerika nutzen. Chile und Kolumbien gehören zu den nächsten Märkten, die das Unternehmen stärker bearbeiten will.

Damit verändert sich die Rolle Perus für den chinesischen Konzern deutlich. Das Land ist nicht mehr nur ein Absatzmarkt für Baumaschinen, sondern soll zur regionalen Drehscheibe für LiuGongs weitere Expansion werden.

Die wichtigsten Zahlen

1.500+ Maschinen: Laut LiuGong wurden innerhalb des vergangenen Jahrzehnts mehr als 1.500 Maschinen in Peru verkauft.
3.000 m²: So groß ist das Transitlager im Callao.
1.500 m²: Diese zusätzliche Fläche steht für Ersatzteile zur Verfügung.
3 Ausbildungszentren: Geplant sind Standorte in Lima, Trujillo und Arequipa.
200 Maschinen: So viele Maschinen will LiuGong 2026 in Peru verkaufen.
25.000 E-Maschinen: So viele vollelektrische Maschinen hat LiuGong nach eigenen Angaben weltweit bereits verkauft.

Quellen
Gestión, 17. September 2026
LiuGong, September 2026
SENATI
Fullen Perú
Bildquelle: MundoMaqu

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