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Hauptsitz der peruanischen Migrationsbehörde MIGRACIONES in Lima. Foto: YtaloP, CC BY-SA 4.0

Peru macht Ernst! Vermieter müssen Ausländer melden – bis zu 11.000 Soles Strafe drohen

Perus Behörden machen Druck! Wer ausländische Staatsbürger beherbergt oder ihnen eine Wohnung vermietet, muss deren Daten bei MIGRACIONES registrieren. Das Innenministerium fordert die Einhaltung der Meldepflicht und kündigt verstärkte Kontrollen an. Auch private Vermieter sind betroffen.

Peru verschärft den Druck auf Vermieter

Am 13. Oktober 2026 hat Perus Innenministerium Beherbergungsbetriebe und private Immobilienvermieter erneut aufgefordert, ihre gesetzlichen Registrierungspflichten einzuhalten. Die Regierung begründet die Maßnahmen mit nationaler Sicherheit und öffentlicher Ordnung. Verstöße können je nach Tatbestand mit einer oder zwei Steuereinheiten (UIT) geahndet werden. Im Jahr 2026 entspricht das 5.500 beziehungsweise 11.000 Soles.

Achtung, Privatvermieter! Auch Wohnungen sind betroffen

Die Registrierungspflicht betrifft nicht nur Hotels und Pensionen. Auch Privatpersonen und Unternehmen, die Immobilien an Ausländer vermieten, müssen die Vorschriften beachten. Das gilt beispielsweise für Wohnungen in Piura, Lima, Trujillo oder Cusco. Entscheidend ist nicht die Größe des Betriebs, sondern die gesetzlich geregelte Unterbringung beziehungsweise Vermietung.

Diese Daten müssen Vermieter melden

Zu den Angaben zählen vollständiger Name, Staatsangehörigkeit, Geburtsdatum, Geschlecht und Nummer des Identitäts- oder Reisedokuments. Außerdem sind Informationen zur Einreise und zum voraussichtlichen Ausreisedatum vorgesehen. Die Meldung erfolgt über das kostenlose digitale System von MIGRACIONES. Verantwortliche müssen sich zunächst registrieren und Zugangsdaten anfordern.

Die offizielle Plattform ist unter registrohuespedes.migraciones.gob.pe erreichbar. Auch Betriebe aus der Hotelübersicht von PeruMagazin fallen grundsätzlich unter die für ihre Betriebsform geltenden Bestimmungen.

Das Gesetz ist alt – die aktuelle Warnung ist neu!

Die Rechtsgrundlage ist nicht neu: Bereits das Oberste Dekret Nr. 011-2024-IN regelte die Pflichten für Beherbergungsbetriebe und Vermieter. Neu ist die aktuelle erneute Warnung und die Ankündigung verstärkter Durchsetzung. Kontrollen fanden auch zuvor statt. Die Regierung hatte bereits 2025 über zahlreiche Überprüfungen von Unterkünften berichtet.

Und was ist mit dem Finanzamt SUNAT?

Die Registrierung privater Mietverhältnisse wirft Fragen zum Umgang mit personenbezogenen Daten auf. Vermietungseinkünfte können steuerpflichtig sein. Die aktuelle Mitteilung kündigt allerdings keine neue automatische Übermittlung von Vermietungsdaten an SUNAT an. Eine solche Zusammenarbeit darf deshalb nicht als feststehende Tatsache dargestellt werden.

Was bedeutet das für Deutsche und andere Ausländer in Peru?

Auch deutsche Staatsbürger, die in Peru eine Wohnung mieten oder in einer Unterkunft wohnen, können von der Datenerfassung betroffen sein. Vermieter und Beherbergungsbetriebe müssen die für sie geltenden Pflichten erfüllen. Ausländische Mieter müssen diese spezielle Vermieterregistrierung nicht selbst über das Portal durchführen. Reisende finden ergänzende Informationen in den Ortsbeiträgen von PeruMagazin.

PeruMagazin meint: Jetzt sollten Vermieter handeln!

Peru will genauer kontrollieren, wo ausländische Staatsbürger untergebracht sind. Die Regelung bedeutet für Vermieter zusätzliche Verwaltungsarbeit und die Erfassung persönlicher Daten. Besonders private Immobilienbesitzer sollten die Warnung ernst nehmen: Die Vorschriften bestehen seit 2024, doch MIGRACIONES erhöht jetzt erneut den Druck auf ihre Einhaltung.

Quellen: Ministerio del Interior (MININTER), Mitteilung vom 13.10.2026; Decreto Supremo Nr. 011-2024-IN; Ministerio de Economía y Finanzas, UIT 2026; Superintendencia Nacional de Migraciones, offizielles Registrierungsportal.