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Peruso erklärt den Inka-Kalender

Peruso erklärt den Inka-Kalender

Sonne, Mond, Mais und ganz viele Knoten: Peruso erklärt Kindern, wie die Inka Zeit, Feste und Landwirtschaft verstanden haben.

Peruso erklärt den Inka-Kalender

Hola, ihr kleinen Forscher!

Heute erklär ich euch den Inka-Kalender. Der ist ganz schön tricky. Aber hey, ich bin Peruso: Meister der komplizierten Sachen und Meister im Verstecken vor Mama, wenn ich Mist gebaut habe.

Bei den Inka ging es nicht nur darum zu wissen: „Ist heute Montag?“ Viel wichtiger war: Wann kommt Regen? Wann pflanzen wir Mais? Wann feiern wir die Sonne?

Auf einen Blick

SonneDie Sonne half, wichtige Zeiten im Jahr zu erkennen.
MondMondphasen spielten bei Monaten und Festzeiten eine Rolle.
FesteViele Monate waren mit Landwirtschaft, Ritualen und großen Feiern verbunden.
QuipuKnoten halfen beim Zählen, Merken und Verwalten.
MaisLandwirtschaft war wichtiger als jeder Wandkalender.
Inti RaymiDas Sonnenfest wird heute jedes Jahr am 24. Juni in Cusco gefeiert.

Der Kalender ohne Wandkalender

Also, passt auf! Der Inka-Kalender war kein Papierkalender mit Kästchen, Stickern und „Zahnarzt um 15 Uhr“. Die Inka hatten kein Alphabet wie wir und keine Bücher wie in eurer Schultasche. Aber sie hatten kluge Arten, Dinge zu merken.

Eine davon war der Quipu. Das war ein Knoten-System aus Schnüren. Damit konnten wichtige Leute Zahlen, Vorräte, Abgaben und andere Informationen festhalten. Manche Forscher vermuten auch Zusammenhänge mit Kalenderwissen. Aber ganz wichtig: Der Quipu war nicht einfach „der Kalender“, sondern eher ein schlaues Merksystem mit Knoten.

Sonne, Mond und Jahreszeiten

Die Inka beobachteten den Himmel sehr genau. Sonne, Mond, Sterne und Schatten halfen ihnen, wichtige Zeiten im Jahr zu erkennen. Das war nicht nur spannend, sondern lebenswichtig: Wer zur falschen Zeit pflanzt, bekommt weniger Essen.

Viele Darstellungen beschreiben ein Jahr mit zwölf Monaten oder Mondabschnitten. Diese Monate waren eng mit Festen, Arbeit auf den Feldern und Ritualen verbunden. Ganz exakt wie unser Kalender war das aber nicht.

Inka-Kalender mit Sonne und Mond

Ein kleines Beispiel gefällig?

Stellt euch vor: Die Sonne steht an einer besonderen Stelle, die Priester schauen genau hin, und alle merken: Jetzt kommt eine wichtige Zeit für Felder, Feste oder Rituale. Ich würde natürlich zuerst fragen, ob es danach Maisbrot gibt.

Was hatte Mais damit zu tun?

Sehr viel. Mais, Kartoffeln und andere Pflanzen waren für das Leben in den Anden wichtig. Deshalb musste man wissen, wann gesät, gepflegt und geerntet wird. Der Kalender half, Arbeit und Feste im Jahr zu ordnen.

Peruso erklärt Sonne Mond und Mais

Inti Raymi: Das Sonnenfest

Inti Raymi bedeutet Sonnenfest. Inti war der Sonnengott der Inka. Heute wird Inti Raymi jedes Jahr am 24. Juni in Cusco gefeiert. Das Datum liegt nahe der Wintersonnenwende auf der Südhalbkugel.

Für die Inka war die Sonne nicht einfach ein heller Ball am Himmel. Sie war Wärme, Leben, Ordnung und Hoffnung für neue Ernten.

Mehr Hintergründe findest du bei Inka Götter, Inti Raymi und Inka Mythologie.

Und die Sache mit den 365 Tagen?

Unser Jahr hat 365 Tage. Auch bei den Inka gab es Kalenderideen, die Sonnenjahr, Mondmonate und Feste miteinander verbanden. Manche alten Beschreibungen sprechen von zwölf Monaten und besonderen Zusatztagen oder Ausgleichszeiten. Forscher diskutieren aber bis heute, wie genau das System funktionierte.

Darum sagt Peruso lieber: Die Inka waren Himmelsbeobachter, Feldplaner und Fest-Profis. Sie haben die Zeit nicht nur gezählt. Sie haben sie mit Sonne, Mond, Bergen, Wasser und Mais verbunden.

Merkt euch das

  • Die Inka hatten keinen Kalender wie an eurer Wand. Ihre Zeitordnung war mit Himmel, Natur und Festen verbunden.
  • Quipus waren Knoten-Systeme. Sie halfen beim Zählen, Merken und Verwalten.
  • Sonne und Mond waren wichtig. Sie halfen, Zeiten im Jahr zu erkennen.
  • Landwirtschaft war der Boss. Mais, Kartoffeln und Ernten bestimmten viel im Jahreslauf.
  • Inti Raymi war ein großes Sonnenfest. Heute wird es jedes Jahr am 24. Juni in Cusco gefeiert.

Peruso erklärt Peru, die Inka und alles, was Erwachsene manchmal viel zu ernst nehmen.

(c) by PeruMagazin

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Quellen

  1. Peru Travel / PromPerú, Inti Raymi, Hinweise zu Sonnenfest und 24. Juni
  2. UNESCO World Heritage Centre, Qhapaq Ñan, Andean Road System
  3. Oxford Bibliographies, Quipu, Überblick zu Forschung und Funktion von Quipus
  4. Fachliteratur zum Inka-Kalender, unter anderem Arbeiten von R. Tom Zuidema
  5. Darstellungen nach Guaman Poma de Ayala und kolonialzeitlichen Chroniken zu Festen und Monatsnamen der Inka

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