Packliste Peru: aktualisierte Checkliste für Küste, Anden und Amazonas
Diese Packliste für Peru passt zu Rundreisen, Städtestopps und Natur-Abenteuern zwischen Lima, Cusco und Regenwald. Das Land kann an einem Tag Sonne braten lassen und am Abend Höhenluft servieren, die sich wie ein frecher Kühlschrank anfühlt. Eine clevere Auswahl spart Gewicht, Nerven und die Suche nach einer Regenjacke im falschen Moment.
Auf einen Blick
| Klima-Realität | Küste oft mild bis warm, Anden mit großen Temperatur-Sprüngen, Amazonas heiß und feucht. |
| Regenzeit grob | Anden/Amazonas meist November bis März oder April, Trockenzeit in den Anden häufig Mai bis September. |
| Dokumente | Reisepass (empfohlen: mindestens 6 Monate gültig), Versicherungsnachweise, digitale Kopien. |
| Strom | Steckdosen oft Typ A und C, 220 V / 60 Hz, Adapter für Typ A meist sinnvoll. |
| Gesundheit | Sonnenschutz ernst nehmen, Reiseapotheke mit Magen/Darm-Set, Höhenlage einplanen, Impf- und Malaria-Themen je Route prüfen. |
Packliste Peru nach Region
Diese Aufteilung nach Küste, Anden und Amazonas verhindert den Klassiker: Daunenjacke am Strand und Flip-Flops auf 3.600 Metern. Eine Kombination aus Schichtenprinzip, Regenschutz und gutem Schuhwerk deckt die meisten Routen ab.
Küste und Städte (z. B. Lima, Paracas, Trujillo)
- Leichte, atmungsaktive Kleidung (T-Shirts, dünne Hosen, Shorts nach Bedarf)
- Leichte Jacke oder Hoodie für Abende und klimatisierte Busse
- Bequeme Sneaker für Kopfsteinpflaster, Märkte und lange Stadtwege
- Sonnenhut oder Kappe
- Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
- Lippenbalsam mit UV-Schutz
- Kleines Tuch oder Buff gegen Wind und Staub (Küstenluft kann überraschend frisch sein)
Anden und Höhenlagen (z. B. Cusco, Heiliges Tal, Arequipa, Puno)
- Schichten-Outfit: Funktionsshirt, wärmere Zwischenschicht (Fleece), winddichte Außenschicht
- Warme Jacke für frühe Morgenstunden und Abende
- Lange Hosen (komfortabel, robust)
- Wanderschuhe oder Trekkingstiefel mit Profil, eingelaufen
- Warme Socken (ggf. Merino) plus ein Ersatzpaar im Tagesrucksack
- Mütze und leichte Handschuhe (je nach Saison und Höhe)
- Regenjacke oder Poncho (auch in der Trockenzeit als Notfalllösung)
- Kleiner Tagesrucksack mit Platz für Wasser, Snack, Jacke und Dokumente
- Trinkflasche (am besten robust) oder Trinksystem
Amazonas und Regenwald (z. B. Iquitos, Puerto Maldonado)
- Langärmlige, leichte Shirts und lange, dünne Hosen (Insekten- und Sonnenschutz)
- Leichte Regenjacke oder Poncho (Regenwald macht seinem Namen Ehre)
- Atmungsaktive, geschlossene Schuhe oder leichte Trekkingschuhe
- Zusätzliche Socken (Feuchtigkeit ist ein Sport)
- Insektenschutzmittel (für Tropen geeignet)
- After-Bite-Gel oder juckreizstillende Salbe
- Wasserdichte Beutel (Drybags) für Handy, Dokumente, Kamera
- Kleines Mikrofaserhandtuch
Packliste nach Aktivitäten
Trekking, Mehrtagestouren und lange Wandertage
- Wanderschuhe: eingelaufen, mit gutem Profil
- Funktionssocken und Blasenpflaster
- Leichte Regenjacke oder Poncho
- Trekkinghose plus Ersatzshirt
- Stirnlampe oder kleine Taschenlampe
- Powerbank (ausreichende Kapazität für einen langen Tag)
- Snacks (Nüsse, Riegel, Trockenfrüchte) für „Plan B“ bei verspätetem Mittagessen
- Kleines Erste-Hilfe-Set (Pflaster, Desinfektion, elastische Binde)
- Ohrstöpsel (Gruppenunterkünfte können kreative Geräuschkulissen liefern)
Machu Picchu, Heiliges Tal und Tagesausflüge
- Leichter Tagesrucksack
- Regen-/Windschutz (Poncho oder Jacke)
- Sonnencreme und Kappe
- Trinkwasser und kleiner Snack
- Kamera/Smartphone plus Ladekabel
- Kopie des Reisepasses (Papier oder offline am Handy)
Strand, heiße Quellen und Badepausen
- Badebekleidung
- Sandalen oder Flip-Flops
- Schnelltrocknungstuch
- Leichte Wechselkleidung
Nachtbus, Inlandsflüge und viel unterwegs
- Leichte Jacke oder Schal gegen Klimaanlagen
- Schlafmaske und Ohrstöpsel
- Kleiner Beutel mit Zahnbürste, Mini-Deo, Feuchttüchern
- Schloss oder Kabelschloss für Gepäck (je nach Komfort-Level)
- Kleiner Karabiner (hilft beim Fixieren von Taschen, ersetzt keine Aufmerksamkeit)
Dokumente, Geld und Organisation
Diese Kategorie rettet selten schöne Urlaubsfotos, dafür aber regelmäßig den Tag. Eine saubere Dokumentenmappe wirkt langweilig, bis der Moment kommt, in dem sie plötzlich sehr spannend wird.
Wichtige Dokumente
- Reisepass (empfohlen: mindestens 6 Monate gültig ab Einreise)
- Nachweis über Rück- oder Weiterreise (digital und als Screenshot offline)
- Reiseversicherung und Auslandskrankenversicherung (Versicherungsnummern offline speichern)
- Impfpass (falls relevant für die Route)
- Führerschein (falls Mietwagen geplant ist) plus internationaler Führerschein nach Bedarf
- Kopien: Reisepass, Versicherungen, Tickets (Papierkopie getrennt vom Original)
Visum und Aufenthaltsdauer
- Touristische Einreise: visumfrei für deutsche Staatsangehörige bis zu 90 Tagen pro Halbjahr
- Einreisedaten: häufig elektronisch erfasst, Stempel im Pass nicht immer üblich
Geld und Karten
- Kreditkarte (mindestens eine zweite Karte als Backup)
- Etwas Bargeld in Sol für Taxis, kleine Läden, Trinkgelder
- Geldbeutel mit „Alltagsbetrag“ plus getrennte Reserve
- Notfallnummern für Kartensperrung (offline notiert)
Technik, Strom und Kommunikation
Adapter, Spannung und Laden
- Reiseadapter für Peru (häufig Typ A und Typ C)
- Mehrfach-USB-Ladegerät (reduziert Steckdosen-Jagd im Hotel)
- Powerbank
- Ladekabel plus Ersatzkabel (Kabel verschwinden gern wie Socken in der Waschmaschine)
Die Stromversorgung in Peru liegt typischerweise bei 220 V und 60 Hz. Eine Prüfung der Geräteangaben (Input 100–240 V) schützt vor der unfreiwilligen Vorführung „Rauchzeichen, modern interpretiert“.
Telefon, Internet und Offline-Plan
- Smartphone mit Offline-Karten (Regionen vorher herunterladen)
- SIM/eSIM-Option nach Bedarf
- Wichtige Adressen und Buchungsinfos als Screenshot (WLAN ist nicht überall ein Lebensstil)
Gesundheit und Hygiene
Ein sinnvoller Mix aus Reiseapotheke, Sonnenschutz und Hygienebasics deckt die häufigsten Themen ab. Eine ärztliche Beratung bleibt bei Vorerkrankungen oder spezieller Route der bessere Plan als Improvisation vor Ort.
Reiseapotheke
- Medikament gegen Durchfall (plus Elektrolyte)
- Schmerzmittel und Fiebermittel
- Mittel gegen Übelkeit/Reisekrankheit
- Wunddesinfektion, Pflaster, Blasenpflaster, kleine Binde
- Antihistaminikum bei Allergien oder Insektenreaktionen
- Persönliche Medikamente in ausreichender Menge plus Rezeptkopie
Höhenlage (Anden)
- Langsame Akklimatisation: erste Tage weniger Programm, mehr Ruhe
- Ausreichend Trinken und leichte Mahlzeiten
- Medikament gegen Höhenkrankheit nur nach ärztlicher Rücksprache
Sonne, Hitze und Regen
- Sonnencreme (hoher LSF) plus Nachkauf-Option einplanen
- Lippenbalsam mit UV-Schutz
- Kopfbedeckung
- Regenschutz für Körper und Technik (Jacke/Poncho, Drybag)
Impfungen, Gelbfieber und Malaria
Diese Punkte hängen stark von der Route ab. Empfehlungen zu Gelbfieberimpfung und Malaria-Prophylaxe betreffen in Peru vor allem bestimmte Gebiete, insbesondere im Amazonasraum. Eine Reisemedizin-Beratung vor Abreise bringt Klarheit, besonders bei Regenwald-Ausflügen oder längeren Aufenthalten abseits großer Städte.
Hygiene unterwegs
- Handdesinfektion oder Feuchttücher
- Reisegrößen: Zahnbürste, Zahnpasta, Shampoo, Seife
- Kleines Mikrofaserhandtuch
- Wasserfeste Beutel für nasse Kleidung
Sicherheit und Alltag
Ein bisschen Routine spart viele Sorgen. Eine unauffällige Aufteilung von Geld und Dokumenten wirkt unspektakulär, bis sie den Urlaub rettet.
Diebstahl- und Verlustschutz
- Geld und Karten auf mehrere Stellen verteilen
- Wertsachen nah am Körper tragen, besonders in Menschenmengen
- Handy und Kamera nicht „auf dem Silbertablett“ präsentieren, besonders in Verkehrsmitteln
- Adressliste für Notfälle (Hotel, Kontakt, Versicherungen) offline sichern
Gepäck-Logik
- Kleines Vorhängeschloss (je nach Unterkunft sinnvoll)
- Gepäckwaage (bei Inlandsflügen praktisch)
- Wäschebeutel (Schmutzwäsche bleibt so in Quarantäne)
Praktische Extras, die oft vergessen werden
- Leichte Snacks für lange Fahrten
- Notizbuch und Stift
- Mehrzweckbeutel (Zip-Beutel) für alles von Kabeln bis nassen Sachen
- Kleiner Regenschirm (bei Stadt-Regen angenehm)
- Reise-Wäscheleine oder ein paar Wäscheklammern
Mini-Checkliste für die letzten 24 Stunden vor Abreise
- Reisepass, Karten, Versicherungsnachweise: alles an einem Ort
- Offline-Screenshots: Buchungen, Tickets, Notfallnummern
- Adapter und Ladekabel: einsatzbereit im Handgepäck
- Reiseapotheke: vollständige Menge, wichtige Medikamente separat
- Erstes Outfit für Ankunft: passend zur Region griffbereit
FAQ zur Packliste Peru
Welche Reisepass-Gültigkeit gilt für Peru?
Die Empfehlung der peruanischen Konsulate nennt eine Mindestgültigkeit von sechs Monaten bei Einreise. Eine frühzeitige Prüfung verhindert Stress mit Airline-Regeln und Einreiseformalitäten.
Welche Visum-Regeln gelten für touristische Reisen aus Deutschland?
Für deutsche Staatsangehörige gilt laut aktuellen Reisehinweisen eine visumfreie touristische Einreise bis zu 90 Tagen pro Halbjahr. Eine mündliche Mitteilung der erlaubten Aufenthaltsdauer kann vorkommen, weil Einreise- und Aufenthaltsdaten häufig elektronisch erfasst werden.
Welche Steckdosen gibt es in Peru, und welcher Adapter passt?
In Peru kommen häufig Steckdosen der Typen A und C vor. Ein Adapter für Typ A ist für Reisende aus Deutschland meist sinnvoll, weil deutsche Stecker nicht in jede A-Steckdose passen. Die Netzspannung liegt typischerweise bei 220 V und 60 Hz.
Welche Kleidung passt für Cusco und andere Höhenlagen?
Das Schichtenprinzip liefert die beste Kontrolle: Funktionsshirt, Fleece oder Pullover, winddichte Jacke. Ein Temperaturwechsel zwischen Sonne und Abendkälte ist in den Anden normal, selbst wenn tagsüber T-Shirt-Wetter herrscht.
Welche Dinge helfen gegen Höhenprobleme?
Eine langsamere Anpassung mit ruhigem Startprogramm, ausreichendem Trinken und leichten Mahlzeiten hilft vielen Reisenden. Eine medikamentöse Vorbeugung oder Behandlung gehört in ärztliche Hände, besonders bei Vorerkrankungen.
Welche Gesundheits-Themen sind für Amazonas-Reisen wichtig?
In bestimmten Regionen Perus bestehen Gelbfieber- und Malaria-Risiken, besonders im Amazonasgebiet. Eine reisemedizinische Beratung vor Abreise klärt Impfempfehlungen und die Frage einer Malaria-Prophylaxe passend zur Route.
Welche Regenzeit muss beim Packen eingeplant werden?
In den Anden und im Amazonasraum liegt die feuchtere Jahreszeit häufig zwischen November und März oder April. Ein leichter, verlässlicher Regenschutz plus wasserdichte Beutel für Technik lohnt sich daher für viele Reisetermine.
Wie viel Bargeld ist sinnvoll, und was gilt bei hohen Beträgen?
Ein Mix aus Karte und etwas Bargeld in Sol funktioniert in vielen Regionen gut. Eine Deklarationspflicht kann bei sehr hohen Bargeldbeträgen greifen, daher lohnt eine Prüfung der Zollhinweise vor Abreise, besonders bei längeren Reisen oder mehreren Personen.
Gehört ein Taschenmesser in die Packliste?
Ein kleines Werkzeug kann praktisch sein, allerdings gelten strenge Regeln im Handgepäck und je nach Ort weitere Einschränkungen. Eine sichere Aufbewahrung im aufgegebenen Gepäck bleibt bei Flugreisen der Standardweg.
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Quellen
- Auswärtiges Amt: Peru – Reise- und Sicherheitshinweise (abgerufen am 08.01.2026)
- Consulado General del Perú (Hamburg): Touristenvisum / Issuance of Tourist Visa, Hinweise zu Passgültigkeit und Aufenthaltsdauer (abgerufen am 08.01.2026)
- CDC Travelers’ Health: Peru – Traveler View (abgerufen am 08.01.2026)
- CDC Yellow Book: Peru – Hinweise zu Gelbfieber und Malaria-Risiken (abgerufen am 08.01.2026)
- Electrical Safety First: Travel adaptor for Peru, Angaben zu Spannung und Frequenz (abgerufen am 08.01.2026)
- Power-Plugs-Sockets: Peru – Steckdosentypen und Stromdaten (abgerufen am 08.01.2026)
- SUNAT (Peru): Informationen zu zu deklarierenden Gegenständen und Zollthemen (abgerufen am 08.01.2026)